Baustelle nebenan: Was Anrainer in Wien wissen sollten
Lärm, Staub, Kran über dem Hof: Wenn nebenan gebaut wird, haben Nachbarn viele Fragen. Wo man sich informiert und wer zuständig ist.
Redaktion Post Wien1 Min. Lesezeit

Wien wächst, und mit der Stadt wachsen die Baustellen. Neubauten in Baulücken, Dachgeschoßausbauten und Sanierungen sind in fast jedem Bezirk Alltag. Für Anrainer bedeutet das oft monatelangen Lärm, Lieferverkehr und eingeschränkte Gehsteige.
Woher bekomme ich Informationen?
Bauvorhaben, die eine Baubewilligung brauchen, laufen über die Baupolizei der Stadt Wien. Nachbarn sind in bestimmten Fällen Parteien im Bauverfahren und werden zur Bauverhandlung geladen. Auf der Baustelle selbst muss eine Bautafel angebracht sein, die über Bauherrn, Bauführer und das Vorhaben informiert. Dort steht auch, an wen man sich wenden kann.
Lärm und Arbeitszeiten
Für Baulärm gelten in Wien Regeln zu Ruhezeiten, insbesondere am Abend, in der Nacht und an Sonn- und Feiertagen. Ausnahmen sind möglich, etwa für Betonierarbeiten, die nicht unterbrochen werden können. Wer den Eindruck hat, dass Regeln dauerhaft missachtet werden, kann sich zunächst an die Bauleitung wenden und bei anhaltenden Problemen an die zuständigen Stellen der Stadt.
Gehsteig, Parken, Kran
Wird öffentlicher Grund für Gerüste, Container oder Kräne beansprucht, braucht es eine Genehmigung. Halteverbote für Baustellen müssen rechtzeitig vorher angekündigt werden. Schwenkt ein Turmdrehkran über Nachbargrundstücke, sind Vereinbarungen mit den betroffenen Eigentümern üblich.
Praktische Tipps
- Bautafel fotografieren, um Ansprechpartner griffbereit zu haben
- Bei Schäden am eigenen Haus Fotos mit Datum anlegen
- Probleme sachlich bei der Bauleitung melden, das löst vieles schneller
- Bei Unklarheiten zur Bewilligung bei der Baupolizei nachfragen
Ein kurzer Draht zur Bauleitung erspart beiden Seiten oft viel Ärger.
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