Wärmepumpe im Wiener Mehrparteienhaus: Geht das?
Wärmepumpen sind im Einfamilienhaus Standard. Im Wiener Wohnhaus mit vielen Parteien ist die Umstellung anspruchsvoller, aber zunehmend gängig.
Redaktion Post Wien1 Min. Lesezeit

Wer an Wärmepumpen denkt, hat meist ein Einfamilienhaus im Kopf. In Wien wohnen aber die meisten Menschen in Mehrparteienhäusern. Auch dort werden Wärmepumpen eingesetzt, allerdings unter anderen Bedingungen.
Zentral statt Etage
Viele Altbauten haben Gasetagenheizungen in jeder Wohnung. Eine Wärmepumpe versorgt dagegen meist zentral das ganze Haus. Dafür müssen Leitungen zu allen Wohnungen verlegt werden, häufig über bestehende Kamine oder neue Steigschächte.
Welche Wärmequelle?
- Luft: am einfachsten zu erschließen, braucht Platz für Außengeräte am Dach oder im Hof und Schallschutz
- Erdwärme: effizient, benötigt Bohrungen im Hof oder auf dem Grundstück
- Grundwasser: in manchen Lagen möglich, bewilligungspflichtig
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Vorlauftemperatur ist entscheidend
Wärmepumpen arbeiten am effizientesten mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Alte Heizkörper in schlecht gedämmten Häusern brauchen hohe Temperaturen. Dämmung von Dach, Kellerdecke und Fenstern kann daher den Unterschied machen.
Entscheidung in der Gemeinschaft
Im Wohnungseigentum muss die Umstellung gemeinsam beschlossen werden. Eine Machbarkeitsstudie mit Varianten und Kostenschätzung hilft, alle an einen Tisch zu bringen. Einen Vergleich der Optionen lesen Sie unter Raus aus Gas.
Häufige Fragen
Ist eine Wärmepumpe im Altbau überhaupt sinnvoll?
Ja, wenn Heizlast, Vorlauftemperatur und Wärmequelle zusammenpassen. Eine Heizlastberechnung zeigt, ob begleitende Maßnahmen nötig sind.
Wie laut sind Wärmepumpen im Innenhof?
Moderne Geräte sind deutlich leiser als frühere Modelle. Aufstellungsort und Schallschutz sollten trotzdem sorgfältig geplant werden, weil Innenhöfe Schall reflektieren.
Was passiert mit den Gasthermen?
Sie werden nach der Umstellung stillgelegt und entfernt. Gasleitungen werden fachgerecht abgesichert.

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