Gemeindebau in Wien: Geschichte und Gegenwart
Rund ein Viertel der Wiener Bevölkerung lebt im Gemeindebau. Wie das Modell entstanden ist, wie man heute zu einer Gemeindewohnung kommt und warum es international Beachtung findet.
Redaktion Post Wien1 Min. Lesezeit

Kaum ein Thema prägt das Wohnen in Wien so sehr wie der Gemeindebau. Die Stadt ist eine der größten Hausverwaltungen Europas, und ihr sozialer Wohnbau wird international als Vorbild diskutiert.
Die Anfänge im Roten Wien
In den 1920er Jahren baute die Stadt in großem Stil Wohnungen für Arbeiterfamilien. Der Karl-Marx-Hof in Döbling, errichtet zwischen 1927 und 1930, ist das bekannteste Beispiel. Licht, Luft, Höfe und Gemeinschaftseinrichtungen waren damals ein Gegenentwurf zu den überbelegten Zinskasernen.
Gemeindebau heute
Heute verwaltet Wiener Wohnen die städtischen Wohnungen. Nach einer längeren Pause baut die Stadt seit einigen Jahren auch wieder neue Gemeindebauten, sogenannte Gemeindebauten Neu.
Wie kommt man zu einer Gemeindewohnung?
Voraussetzung ist in der Regel ein Wohn-Ticket, das an Kriterien wie Hauptwohnsitzdauer in Wien, Einkommen und Wohnbedarf geknüpft ist. Die genauen Bedingungen veröffentlicht die Stadt Wien.
Sanierung im Bestand
Viele Gemeindebauten sind Jahrzehnte alt und werden laufend saniert: Fenster, Dämmung, Aufzüge und Heizungsumstellungen. Die Umstellung weg von Gas betrifft auch den städtischen Wohnbau, siehe Raus aus Gas.
Häufige Fragen
Wie viele Gemeindewohnungen gibt es in Wien?
Die Stadt Wien verwaltet über Wiener Wohnen rund 220.000 Gemeindewohnungen. Aktuelle Zahlen veröffentlicht Wiener Wohnen.
Kann man im Gemeindebau Eigentum erwerben?
Gemeindewohnungen sind Mietwohnungen. Ein Kauf ist nicht vorgesehen.
Was ist der Unterschied zum geförderten Wohnbau?
Geförderte Wohnungen werden von gemeinnützigen Bauvereinigungen errichtet und mit Wohnbauförderung finanziert. Gemeindewohnungen gehören der Stadt selbst.
Winterpaket für Obdachlose: Wien öffnet rund 1.000 zusätzliche Plätze
Das Winterpaket des Fonds Soziales Wien läuft: Bis Ende April 2027 gibt es rund 1.000 zusätzliche Schlafplätze, 255 Plätze in Wärmestuben und ein neues Notquartier in der Siemensstraße in Floridsdorf.
·Redaktion Post Wien

Wiener Märkte: Wo die Stadt einkauft
Vom Naschmarkt bis zum Karmelitermarkt: Die Wiener Märkte sind Nahversorger, Treffpunkt und Aushängeschild ihrer Grätzl zugleich.
·Redaktion Post Wien